Was sagt dir dein Menstruationsblut?


Die Menstruationsblutung ist nichts anderes als eine Reinigung der Gebärmutter: Blut, Gewebsflüssigkeit und abgebaute Gebärmutterschleimhaut fließen aus der Gebärmutter.

Die Farbe, Menge und Konsistenz der Blutung verrät etwas über ihre Zusammensetzung und die Blutzirkulation.

Farbe und Konsistenz der Menstruationsblutung

Wenig hellrosa oder rosa-orangefarbenes und wässriges Blut deutet auf erniedrigten Östrogenspiegel und einen ausgezehrten Körper hin.

Meist wird dies von einer tendenziell trockenen Vagina, trockener Haut, geringer Libido und unregelmäßige Zyklen begleitet.

Kräftig rotes Blut ist frisch, ist in seiner Konsistenz etwas dicker als Wasser und geht meist mit mittlerer Stärke einher. Es deutet auf einen ausgeglichenen Östrogenspiegel hin.

Dunkles, dickes Blut in großen Mengen deutet auf einen hohen Östrogenspiegel hin.

Meist wird dies von prämenstruellen Symptomen wie sensiblen Brüsten und schmerzhaften Krämpfen während der Menstruation begleitet.

Braunes oder schwarzes Blut am Anfang oder Ende der Menstruation ist altes Blut. So wie jedes Blut, wenn es alt wird, braun wird. Das heißt, braunes Blut brauchte länger, um die Gebärmutter zu verlassen und dies deutet auf niedrige Blutzirkulation hin.

Bei Menstruationsblutungen, die regelmäßig mit braunem Blut beginnen, kann ein Vaginales Dampfbad (Vaginal Steaming) ein paar Tage vor der vermutet nächsten Menstruation unterstützen, bei Menstruationen, die regelmäßig mit braunem Blut enden, danach dampfen.

Kleine oder große Blutklumpen während der Menstruation, verbunden mit frischem oder altem Blut, sind auf langsame Blutzirkulation zurückzuführen, sodass das Blut gerinnen konnte.

Für 2-3 Monate die Blutzirkulation z.B. mit Vaginal Steaming erhöhen.



Menge der Menstruationsblutung

Typischerweise ist die Menstruation am zweiten oder dritten Tag stärker, da die Gebärmutterschleimhaut sich schneller löst, dauert 3-7 Tage und umfasst etwa 80ml Blut.

Von einer starken Blutung (Hypermenorrhoe) spricht man, wenn eine Frau während der Menstruation mehr als 150ml verliert oder alle 1-2 Stunden Tampons/ Binden wechseln muss.

Wenn zusätzlich zu einer starken Blutung Blutklumpen, Krämpfe oder braunes Blut auftreten, weist dies darauf hin, dass der Körper mit zusätzlichem Blut versucht, (mehr) Rückstände auszuscheiden. Aufgrund eines Östrogenüberschusses kann sich die Gebärmutterschleimhaut übermäßig stark aufbauen und blutet deswegen vermehrt und/ oder länger ab.

Häufig begleiten gewisse Körperzeichen diese starke Blutung wie etwa starke Müdigkeit, Kopfschmerzen oder starke Emotionen. Über längere Zeit können starke Blutungen zu Anämie führen.

Starke Blutungen können unter anderen bedingt sein durch: Myome, Zysten, Polypen, Endometriose, blutgerinnungshemmende Medikamente und Intrauterinpessare („Spirale“).

Von einer schwachen Blutung (Hypomenorrhoe) spricht man, wenn eine Frau weniger als 25ml pro Blutung verliert. Meist dauert die Menstruation dann auch kürzer (ein bis zwei Tage).



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