Re-Bonding

Wenn das erste Bonding nach der Geburt nie statt finden konnte und Mutter und Baby dieses Bonding nie nachgeholt haben bzw. Mutter und Baby aufgrund einer Trennung nach der Geburt nicht zueinander finden konnten, ist Re-Bonding eine gute Möglichkeit, um Mutter und Kind in ihrer Verbindung zueinander zu unterstützen.

 

 

Wann kann man das Re-Bonding durchführen?

 

Je früher, desto besser – einige Tage nach der Geburt und am besten vor dem Krabbelalter.

 

 

Wie wird das Re-Bonding durchgeführt?

 

In der Vorbereitung wird geklärt, ob das Nervensystem der Mutter noch mehr

Beruhigung braucht und wenn ja, wird diese gefördert.

Bonding ist nur möglich, wenn sich die Bindungsperson in einem entspannten

Zustand befindet, sodass sich das Baby an diese binden kann und willkommen

geheißen werden kann.

 

Zunächst erzählt die Mutter ihre Geschichte, bevor zur Geschichte des Kindes

übergegangen werden kann.

 

Sind beide Geschichten klar und kehrt Ruhe ein, kann im nächsten Schritt das

Re-Bonding zu Hause erfolgen. Dafür sollten 3-4 Stunden eingeplant werden.

 

Das Re-Bonding zwischen Mutter und Kind erfolgt Haut an Haut. Dem Baby wird

dabei Zeit gegeben, sich selbst zur Brust der Mutter zu bewegen (dies dauert

ca. 30 Minuten bis zu 2 Stunden).

 

Bei Mutter und Baby können dabei unverarbeitete Erinnerungen und Gefühle

hochkommen. Beide werden dabei unterstützt, diese auszudrücken, damit das

Nervensystem wieder ins Gleichgewicht kommt.

 

Ein Baby kann seine Gefühle noch nicht halten. Deshalb braucht es Erwachsene, die einen Container für ihre Gefühle bereit stellen ohne sie beim Emotionsausdruck zu stoppen. Du als Mutter wirst dabei unterstützt, dein Baby beim emotionalen Ausdruck empathisch begleiten zu können und dies wird dir in jeder weiteren Situation mit deinem Kind helfen.

Muttermund.at